Medientechnik in der Schule: Digitale Videokamera

Kriterien
Kurzcharakteristik
Vor- und Nachteile
Bevorzugte Einsatzgebiete
/ Sonstiges / URL
Allgemein
Dies ist ein so weites Feld, dass hier nur einige für die Schule wichtige Grundfunktionen betrachtet werden können.
Eine sehr gute Grundinformation gibt es hier:
Internetinfo
Aufzeichnungsnorm
Fast alle Kameras arbeiten im PAL- Standard. Es gibt jedoch erste HDTV Consumer-Kameras (um 800,- €). HDTV: Auch alle weiteren Geräte
(Schnittprogramm, Monitor
usw.) müssen HDTV-tauglich
sein. Daher ist diese Norm zurzeit nur etwas für ganz engagierte Videogruppen.
Bildqualität
Sie wird in der Regel in Bildpunkten angegeben. Standard sind derzeit 800.000 Punkte, Megapixel-Kameras sind stark im Kommen (1,2 – 2,5 Mio Bildpunkte). Achtung: Die höhere Auflösung
kommt nur der Fotofunktion
zugute, für Video reicht die
Standardauflösung, denn mehr als PAL wird nicht aufgezeichnet.
Chips mit höherer Auflösung
sind lichtschwächer (es
sei denn die hohe Auflösung
kommt durch 3 Chips zustande, von denen jeder 800.000 Pixel hat (das wird oft als 2,4 Megapixel Kamera verkauft!).
Video-Chips
(Sensoren)
Die meisten Kameras im für Schulen erschwinglichen Bereich arbeiteten bisher mit einem Chip, der durch Filter alle Farben aufzeichnen konnte. Inzwischen gibt es im Preissegment ab 500 € 3-CCD Kameras (3 Videochips), wobei jeder Chip das komplette Bild in einer der drei Grundfarben (gelb, blau, rot) aufnimmt. Dies bringt eine wesentlich bessere Bildqualität mit sich. Wenn finanzierbar, 3 CCD-Kamera kaufen!
Es ist fraglich ob die Investition in eine höherwertige Kamera Sinn macht, da wir am Medien-zentrum stets aktuelle Kameras für den Verleih bereit halten!
Fotofunktion
Sehr viele Videokameras verfügen über eine Einzelbild-Funktion, wobei das Foto auf einem Speichermedium wie SD-Card, Compact Flash oder Memory Stick gespeichert wird. Wichtiger sind die Video-
Funktionen. Wer Wert auf gute Fotos legt, sollte sich eine gute Digitalkamera zulegen.
Speichermedien
Bisher wurden Recorder mit Mini-DV-Cassetten angeboten. Heute sind dies Speichermedien wie SD-, Flash-Karten, beschreibbare DVDs und Festplatten. Für die Nachbearbeitung empfehlen sich Mini-DV (absoluter Standard!) oder Festplatte.
Anschlüsse
Die Aufzeichnung sollte sowohl digital als auch analog wiedergegeben werden können, Letzteres, damit man sich die Aufnahmen ad hoc auf einem Fernseher ansehen kann. Wichtig ist die Rückübertragung geschnittener Filme auf das Band. Dafür braucht man einen digitalen Eingang. Folgende Anschlussmöglichkeiten sollte es geben:
Video out (Cinch/BNC)
Video in/out (S-Video)
Video in/out digital (Firewire oder USB)
Mic in
Audio in/out
Bitte bedenken Sie auch, dass die Speicherkapazität eines Mini-DV-Bandes etwa 13 GB entspricht. Wenn Sie den fertigen Film über Beamer präsentieren wollen, ist dies die qualitativ hochwertigste Möglichkeit.
Zubehör
Wichtig für eine gute Aufnahmen sind:
Stativ mit Fluidkopf (für ruckfreie Schwenks)
Filmleuchte (leiser Lüfter bzw. ohne)
externe Mikrofone (mind. 1 Reportage- und 1 Ansteckmikro, ggf. ein Richtmikrofon)
vorteilhaft: Mikrofonangel
Ersatzakku und ggf. Ladegerät
bottom corner